20.05.2019, Kategorie: Neues aus der Öffentlichkeitsarbeit, Aktuelles

Tour de Flur am 23. Juni von 11-17 Uhr


Rund um die Landwirtschaft sind die unterschiedlichsten Informationen im Umlauf. Wie es tatsächlich auf den Feldern und in den Ställen unserer Bauern vor Ort aussieht, können Interessierte und aktive Leute auf der „Tour de Flur“ erfahren.

Bauernhöfe bieten die Möglichkeit, einen Blick hinter die Hoftore zu werfen und mit Landwirten persönlich zu sprechen. Woher kommen Brot, Milch und Fleisch? Wie halten wir unsere Nutztiere? Wie sieht der Alltag eines Landwirts aus? Auf der „Tour de Flur“ stehen neben Landwirten zum Teil auch Imker, Jäger und andere Fachleute Rede und Antwort. Besucher bekommen Einblicke in moderne Viehwirtschaft, Ackerbau, Bioenergie, Imkerei, Pferdezucht, Forstwirtschaft und Jagd. Im Vordergrund stehen Informationen aus erster Hand, intensive Gespräche und ganz reale Eindrücke vom landwirtschaftlichen Alltag.

Die „Tour de Flur“ ist als Radtour konzipiert und für Familien mit Kindern besonders gut geeignet. Die Routen sind unterschiedlich lang und verbinden verschiedene Höfe und Stationen miteinander. Sie kann von jedem beliebigen Punkt aus gestartet werden und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hier gehts zum Flyer:


Hinweise zum Urteil des Bundesverfassungsgericht zur Hofabgaberegelung

16.08.2018: Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) erklärt die Regelung des § 11 Abs. 1 Nr. 3 ALG mit der Pflicht zur Abgabe landwirtschaftlicher Höfe als Voraussetzung eines Rentenanspruchs für in Teilen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar und unzumutbar, da es keine Härtefallregelungen für die Hofabgabe vorsieht.
Dem Gesetzgeber obliege es, die Fälle einer Unzumutbarkeit der Hofabgabe näher zu bestimmen.
Der Beschluss des BVerfG regelt weder die Abschaffung der Hofabgabe, noch die nähere Ausgestaltung. Das ist dem Gesetzgeber vorbehalten.
Es bedarf nunmehr der Klärung und Abstimmung aller Umsetzungsfragen und der juristischen Prüfung.
Aus diesem Grund können wir aktuell weder zu einer Abgabe oder Nichtabgabe raten, sondern müssen auch die Entscheidungen des Gesetzgebers abwarten.
Unabhängig davon, ob und wie der Gesetzgeber eine Entscheidung herbeiführt, sollten aufgrund des Urteils des BVerfG folgende Handlungsoptionen beachtet werden:

  • Antragsteller, die die Voraussetzungen der Abgabe erfüllen, sollten diese in ihren Rentenanträgen wie bisher nachweisen.
  • Personen, die die Abgabevoraussetzungen nicht erfüllen und auch nicht erfüllen wollen, sollten derzeit vorsorglich einen Rentenantrag stellen.
  • Personen, deren Rentenantrag in der Vergangenheit wegen nicht erfolgter Hofabgabe abgelehnt wurde, sollten gleichfalls einen Rentenantrag stellen und vorsorglich bei der SVLFG eine Überprüfung ihres Ablehnungsbescheides nach § 44 SGB X beantragen. 
  • Personen, die den Betrieb bereits abgegeben haben und bereits eine Rente beziehen und jetzt überlegen, zusätzlich Flächen (oberhalb der Mindestgröße) zu bewirtschaften, sollten das Risiko einer möglichen Gesetzesänderung beachten.  Unsicherheit besteht, ob das BVerfG auch die Hofabgabe bei Erwerbsminderungsrenten/Hinterbliebenenrenten als verfassungswidrig einstuft.

In jedem Fall werden wir unsere Mitglieder zeitnah informieren. Wir verweisen auch auf die ausstehenden Mitteilungen in der einschlägigen landwirtschaftlichen Presse, auf Rundschreiben und unsere Internetseite.

Ansprechpartner: Kerstin Marschner 05371 – 864 - 153